Ökumenisch in Langwasser

Auf einem Bein kann man nicht stehen

Beim ersten Ökumenischen Forum am 21. April fanden sich online knapp 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beider Konfessionen zu anregenden Diskussionen über die Chancen zur Vertieften Ökumene in den acht Langwasserkirchen ein.

Nach einer kurzen Einführung in das Thema berichtete die Projektleiterin Ilona-Maria Kühn über ihre Rechercheergebnisse aus zahlreichen Einzelgesprächen und Gremiensitzungen seit Beginn des Jahres. Angesichts sinkender Mitgliederzahlen auf beiden Seiten rückt bei allen Beteiligten ein ökumenisches Denken zunehmend in den Fokus. Nur wenn sich beide Kirchen enger zusammentun, können die beidseitig anstehenden finanziell bedingten Umstrukturierungen als Aufbruch zugunsten der Christen in Langwasser aufgefasst werden.

Die Recherche zeigt aber auch, dass die Beschränkung des Projektes auf das Thema Administration zu kurz gedacht ist. Auf einem Bein kann man bekanntlich nicht stehen. Ilona-Maria Kühn setzt daher auf zwei parallele Projektstützen, die sie nicht aus den Augen verlieren will. Eine dieser Stützen sieht sie in einer breitne Akzeptanz aller Beteiligten. Und diese, so die Projektleiterin, könne man nur erreichen, wenn beide Seiten sich besser kennen lernen. „Das fängt bei den Gremiumsmitgliedern an und hört bei den Strukturen noch lange nicht auf.“

Eine zweite Projektstütze liege in einer gestärkten kirchlichen Präsenz in der Öffentlichkeit. Es werde daher auch um die Frage gehen, an welchen Orten und zu welchen Gelegenheiten Christen in Langwasser gemeinsam auftreten können, und zwar über die bereits etablierten erfolgreichen Ökumenischen Veranstaltungen hinaus.

Auf der Suche nach Menschen mit Wissen und Fähigkeiten, die das Projekt in den nächsten zwei Jahren unterstützen können, gab es während des Ökumenischen Forums kleine Workshops zu ersten Ideen. Welche Themen tatsächlich angegangen werden sollen, diskutiert ein paritätisch besetzter Projektbeirat, der diese in die Entscheidungsgremien der beiden Kirchen weitertragen wird.

Sollten Sie Fragen oder Anregungen zur „Vertieften Ökumene in Langwasser“ haben, rufen Sie bitte an oder schreiben Sie eine Mail. Die Mitarbeit in noch einzurichtenden Projektgruppen steht übrigens jedem Interessierten offen.